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Der Zinnhandel begann mit den Phöniziern und Venedig übernahm das phönizische Erbe in dieser Tätigkeit, denn in seinen Hafen gelangten aus dem Mittleren Orient große Mengen dieses Metalls. Im Laufe der Zeit begünstigte der größer werdende Vorrat an Zinn die Schaffung neuer Metalllegierungen, die in Italien die Bezeichnung "peltro" (Hartzinn) erhielten. Für lange Zeit war die Anwendung von Hartzinn für liturgische Gegenstände verboten, bis dann im 17. Jahrhundert die Hersteller Venedigs dieses Metall verarbeiteten. Das italienische Zinn (oder, besser gesagt, das italienische Hartzinn) hatte vom 18. Jahrhundert an mehr Erfolg, weil damals eine neue Gesellschaftsschicht aufkam, die reich an Initiative war und die Voraussetzungen für die industrielle Revolution stellte: das Bürgertum. Antimon, Kupfer und Wismut wurden von den Zinnherstellern sorgfältig dosiert, damit die Anwendung für Gefäße für den Tisch gesichert werden konnte. Das Zinn, nicht so kostspielig wie Silber, schaffte den Durchbruch in den Einrichtungsgegenständen und bei Tisch. Venedig hatte eine führende Position in der Herstellung von Zinngefäßen und die künstlerischen Fähigkeiten der Zinnhersteller dieser Gegend wurden im Ausland genauso beliebt wie in Italien. Die von den Zinnherstellern angewendeten Techniken haben sehr weit zurück liegende Wurzeln, die Verarbeitung dieses faszinierenden Metalls hat sich mit der Zeit kaum verändert, noch heute sind die Techniken zur Herstellung von Gefäßen, Schalen, Tellern und Bestecken sehr handwerklich und künstlerisch ausdrucksvoll. |
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